Winter-Sicherheitsschuhe: Was bedeutet S3, S5, CI & SRC wirklich?
Wer im Winter draußen arbeitet – ob auf dem Bau, in der Logistik, in der Landwirtschaft oder bei Wartungsdiensten – ist auf verlässliche, robuste und warme Sicherheitsschuhe angewiesen. Doch bei der Vielzahl an Modellen und Abkürzungen stellt sich schnell die Frage: Was steckt hinter den Bezeichnungen wie S3, S5, CI oder SRC? Welche Normen sind bei Winter-Arbeitsschuhenbesonders wichtig – und wie unterscheiden sich die Kategorien voneinander? In diesem Beitrag erklärt der Safety Store Optimum BHP die technischen Standards und zeigt, worauf es bei der Auswahl der perfekten Winter-Sicherheitsschuhe ankommt.
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1. Sicherheitsklassen S1 bis S5 – was bedeuten sie grundsätzlich?
Sicherheitsschuhe sind nach der europäischen Norm EN ISO 20345 in verschiedene Klassen unterteilt – von S1 bis S5. Diese Klassen definieren, welche Grundanforderungen ein Schuh erfüllen muss:
• S1: Zehenschutzkappe + antistatisch + Energieaufnahme im Fersenbereich
• S1P: zusätzlich durchtrittsichere Zwischensohle
• S2: wie S1, aber mit Wasserdurchtrittsschutz
• S3: wie S2, aber mit durchtrittsicherer Zwischensohle (am weitesten verbreitet!)
• S4 & S5: für Gummistiefel – S5 mit durchtrittsicherer Sohle
Für den Wintereinsatz ist S3 in Kombination mit weiteren Eigenschaften (CI, WR, SRC) besonders empfehlenswert – da diese Schuhe nicht nur schützen, sondern auch Feuchtigkeit abhalten und gegen Bodenkälte isolieren.
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2. CI – die wichtigste Zusatzkennzeichnung für den Winter
Die Abkürzung CI steht für „Cold Insulation“, also Kälteisolierung. Sicherheitsschuhe mit dieser Kennzeichnung haben im Labortest bewiesen, dass sie die Füße auch bei -17 °C über längere Zeit warm halten. Dafür wird im Test die Temperatur im Inneren des Schuhs über 30 Minuten gemessen – der Unterschied darf maximal 10 °C betragen.
CI-zertifizierte Winter-Sicherheitsschuhe sind daher Pflicht für alle, die regelmäßig im Freien bei Minustemperaturen arbeiten. Ohne diese Eigenschaft drohen schnell Erfrierungen oder gesundheitliche Folgen – selbst bei kurzer Tragezeit.
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3. SRC – Rutschfestigkeit auf Schnee, Eis und Industrieflächen
Ein weiteres unverzichtbares Merkmal bei Winter-Arbeitsschuhen ist die Rutschhemmung. Die Abkürzung SRC bezeichnet die höchste Rutschfestigkeitsklasse nach EN ISO 20345. Sie garantiert, dass die Schuhe auf Keramikfliesen mit Reinigungsmittel und auf Stahlböden mit Glycerin getestet wurden. Gerade im Winter – bei vereisten Baustellen, rutschigen Hallenböden oder verschneiten Rampen – ist diese Eigenschaft lebenswichtig.
Schuhe ohne SRC-Kennzeichnung bieten zwar möglicherweise Schutz vor Stößen, sind aber im Winter ein Sicherheitsrisiko. Deshalb sollte jedes Wintermodell mindestens SRC-zertifiziert sein.
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4. WR, ESD, HRO – weitere relevante Zusatzkennzeichen
Neben CI und SRC gibt es weitere Zusatzkennzeichnungen, die bei Sicherheitsstiefeln für den Winter sinnvoll oder sogar erforderlich sind:
• WR (Water Resistant): vollständiger Wasserschutz – ideal bei Schnee, Matsch oder Regen
• ESD (Electrostatic Discharge): antistatischer Schutz für elektrosensible Bereiche
• HRO (Heat Resistant Outsole): Hitzebeständige Sohle – z. B. in der Metallverarbeitung
Wer im Winter in der Nähe von Maschinen, Elektronik oder in nassen Umgebungen arbeitet, sollte diese Merkmale beim Schuhkauf gezielt mit einplanen. Viele Premiumhersteller – etwa Base Protection, Solid Gear oder Uvex – bieten Modelle mit mehrfacher Zertifizierung.
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5. Vergleich: S3 vs. S5 – wann Gummistiefel im Winter die bessere Wahl sind
Während S3-Schuhe der Allrounder für Winterbaustellen sind, bieten S5-Stiefel in bestimmten Branchen klare Vorteile – etwa in der Abfallwirtschaft, Landwirtschaft oder Fischerei. Diese Schuhe bestehen vollständig aus wasserabweisendem Material (z. B. PU, PVC, Gummi), haben eine durchtrittsichere Sohle und sind ideal bei extrem nassen oder matschigen Bedingungen.
Allerdings bieten sie oft weniger Atmungsaktivität und Flexibilität als S3-Modelle aus Leder oder Textil. Wer lange steht oder sich wenig bewegt, profitiert jedoch von der Vollabdichtung und thermischen Auskleidung – vor allem bei Marken wie Lemaitre, Lemigo oder Demar.
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6. Welcher Schuh für welche Tätigkeit? – Praxisempfehlung
Berufsfeld Empfehlung
Bau / Hochbau S3 CI SRC WR – z. B. Ardon, Portwest
Lager / Logistik S3 CI SRC ESD – z. B. Base Protection
Landwirtschaft S5 CI WR – z. B. Lemaitre, Demar
Metallverarbeitung S3 CI HRO – z. B. Solid Gear, Uvex
Elektronik / ESD S3 CI ESD – z. B. Uvex, Base, Solid Gear
Tiefbau / Wasserbau S5 CI WR SRC – z. B. Dunlop, Lemigo
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7. Häufige Irrtümer beim Schuhkauf – und wie man sie vermeidet
Ein großer Fehler beim Kauf von Winter-Sicherheitsschuhen ist es, nur auf den Preis zu achten. Günstige Modelle ohne CI- oder WR-Zertifizierung sehen oft gut aus – versagen aber bei Feuchtigkeit und Kälte. Ebenso problematisch ist eine falsche Passform: Zu enge Schuhe verringern die Durchblutung und fördern das Auskühlen der Füße.
Deshalb sollte man bei der Wahl unbedingt auf eine Kombination aus Schutzklasse, Kälteisolation, Passform und Marke achten. Im Safety Store Optimum BHP beraten wir Sie individuell – mit Fokus auf Ihre Branche, Witterung und Sicherheitsanforderungen.
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✅ Weiterführende Informationen & Links
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Fazit: Winter-Sicherheitsschuhe: Was bedeutet S3, S5, CI & SRC wirklich?
Die Bezeichnungen S3, S5, CI und SRC sind weit mehr als technische Kürzel – sie sind die Grundlage für sicheren und komfortablen Einsatz bei Kälte, Schnee und Glätte. Wer bei der Auswahl seiner Winter-Sicherheitsschuhe auf die passenden Normen achtet, schützt nicht nur seine Füße, sondern auch Gesundheit, Arbeitsleistung und Wohlbefinden. Im Safety Store Optimum BHP finden Sie zertifizierte Lösungen führender Marken – perfekt abgestimmt auf Ihre Tätigkeit und die härtesten Winterbedingungen.